bin ich mit meiner Zustimmung zu dieser Neuanschaffung in Höhe von einigen Zehntausend Euro einigermaßen im Reinen: die Leute haben Spaß und einige schwimmen mit dem festen Ziel vor Augen doch ein paar Meter mehr als ohne.
Was mir nach wie vor missfällt, ist Material und Farbe. „Müllsackblaues“ Plastik – gegen diese Entscheidung hatte ich mich, leider vergeblich, gestemmt. Viel zu wenig Mühe und Zeit wurde auf die Auswahl der Farbe verwendet und die macht doch wirklich den Gesamteindruck aus. Ich bleibe dabei: dieses Blau passt überhaupt nicht zum schönen Lechgrün. Die Alternative „Natur“ hätte den Ton der Kiesel am Ufer gehabt und sich somit mehr in die Umgebung eingefügt.
Angeblich wäre eine Holzkonstruktion viel zu teuer geworden. Sollte das so sein, ist es sehr bedauerlich, muss aber bei solch einem „Luxusprojekt“ akzeptiert werden. Die weiteren Gegenargumente Rutschgefahr, Spreißel, u.ä. hielt ich allerdings für übertrieben vorsichtig und vernachlässigbar.
Viele berichten nun, der Kunststoff sei im Kontakt nicht angenehm. Ein traditioneller Holzsteg dagegen riecht gut, fühlt sich gut an, sieht gut aus. Zu bedenken ist: Holz muss regelmäßig gepflegt, d.h. gestrichen werden, und in „handelsüblicher“ Farbe sind immer auch schädliche Komponenten.
Ein Nebeneffekt der Neuerwerbung ist die Verdeutlichung des brutalen Schwellbetriebs: Bei starkem Absenken des Pegels wird der Steg zur Rutsche. Er ist zu kurz, der Winkel wird immer steiler.
Der Lido ist durch Steg und Insel sicher attraktiver geworden – für Einige. Die Anderen liebten ihn so wie er war: ein einfacher, ruhiger, naturnaher Badestrand, für die Einheimischen gut erreichbar. Ich bin immer mit dem Radl da. Viel zu viele kommen mit dem Auto. Weitere Attraktionen machen nicht nur dem Spaßbad „Plantsch“ Konkurrenz sondern verschärfen auch den Verkehr auf der Colmarer- und Lechuferstraße. Die Parkpätze sind begrenzt.
Bettina Buresch
Schlagwort: Lido
-
Nachbetrachtung zur Badeinsel am Lido
-
E.ON verlangt Sicherheit: Geplante Badeinsel am Lido – Untersuchung der Statik erforderlich
Durch die geplante Errichtung einer Badeinsel am Schongauer Lido sieht Schongaus Energieversorger E.ON möglicherweise die Sicherheit gefährdet und verlangt von der Stadt eine Statik der kompletten Anlage. Zu berücksichtigen ist dabei die Schwankung des Wasserspiegels, der eine Höhendifferenz von bis zu 6 Metern haben kann. Stadträtin Böse weist darauf hin, dass die Badeinsel aus Modulen besteht. „Man kann ja erst einmal mit 3 mal 3 Metern klein anfangen“, so die SPD-Rätin. Später sei die Insel jederzeit erweiterbar. Bürgermeister Gerbl zeigt Verständnis für die Sorge des Energiedienstleisters und stellt klar: „Ein möglicher Abtrieb der Anlage muss verhindert werden.“ Darum brauche man zunächst eine Statik. Die Vergabe ist in nichtöffentlicher Sitzung erfolgt.
Sigi Müller
