Schlagwort: Marienplatz

  • Stadtrat lehnt Antrag auf Fußgängerzonen-Öffnung einstimmig ab

    Stadtrat lehnt Antrag auf Fußgängerzonen-Öffnung einstimmig ab

    Erst im Herbst 2019 wurde ein Antrag der Werbegemeinschaft zur halbseitigen saisonalen Öffnung diskutiert und abgelehnt. Umso mehr erstaunt war die ALS-Fraktion über folgende Bitte:

    Herr Repper und Herr Völk forderten durch eine Eingabe an den Stadtrat die sofortige Aufhebung der „lächerlichsten Fußgängerzone Oberbayerns“. U. a. mit der Begründung: „Corona habe mehr als deutlich gezeigt, wie wichtig und unverzichtbar Drive-in-Lösungen und direkte Kundenparkplätze und Anfahrtsmöglichkeiten sind.“

    Bürgermeister Sluyterman erwähnte das Einzelhandelskonzept von Herrn Dr. Haider, in dem u. a. darauf hingewiesen wird, dass die Parkplätze nicht das Problem sind. Außerdem führe jede Diskussion zu einem Imageverlust.

    Herr Hefele erläuterte, dass die Stadt Schongau bei einer Öffnung Fördergelder von ca. 176.000 Euro zurückzahlen müsste.

    Dieser Tagesordnungspunkt wurde daher sehr schnell abgehandelt und es gab nur vereinzelte Wortmeldungen – Stadtrat und Bürgermeister waren sich einig:

    Schongaus kleine „Fußgängerzone“, oder besser gesagt Schongaus verkehrsfreier Marienplatz, bleibt – sehr zur Freude der ALS.

    Nina Konstantin

  • Chance vertan?!

    Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ verkündete Bürgermeister Sluyterman in der Stadtratssitzung vom 23.6.2015 den Termin für die seit langem erwartete „Ideen- und Bürgerwerkstatt“ zur Ausgestaltung der Fußgängerzone am Marienplatz. Diese findet am 30.07. von 18.00 bis 21.00 Uhr im Ballenhaus statt. So weit, so gut.

    Als er aber im nächsten Atemzug verkündete, dort werden die Ergebnisse des eingeschalteten Planers präsentiert (und diskutiert), war klar, dass in Schongau mal wieder ein Projekt von großem öffentlichen Interesse falsch angegangen wurde. Bürgernähe ist ein großes Wort, es mit Leben zu füllen, ist hier offensichtlich nicht gelungen.

    Grundsätzlich ist es natürlich gut und richtig, eine öffentliche Ideenwerkstatt durchzuführen. Allerdings muss dieses Einbinden der verschiedenen Meinungen und Ideen doch am Beginn der Planung stehen!!! Erst danach sollten dann Fachplaner beauftragt werden, die präsentierten Vorschläge mit ihrem fachlichen Wissen zu verbinden und eine für Schongau passgenaue Planung auszuarbeiten.

    Schade, gerade bei diesem seit Jahrzehnten heiß debatierten Thema hätte man die Bürger von Anfang an mit ins Boot holen sollen. Hoffen wir auf das nächste Projekt.

  • Bald gehört der Marienplatz wieder denen, die gerne zu Fuß unterwegs sein wollen

    Mit nur einer Gegenstimme hat der Stadtrat den Grundsatzbeschluss für die Einführung einer Fußgängerzone am Marienplatz gefasst. Damit wird künftig der Aufenthalt für alle, die im Zentrum der Altstadt zu Fuß unterwegs sind, deutlich angenehmer, attraktiver und sicherer – vor allem auch für Familien mit Kindern.
    Die Alternative Liste hat sich im Stadtrat seit Jahrzehnten für einen Fußgängerbereich im Stadt-Zentrum eingesetzt. Unsere ALS-Mitglieder im Stadtrat haben diesen längst überfälligen Beschluss unterstützt und werden das in den nächsten Monaten noch zu diskutierende Parkraum-Konzept (unser Motto: »Parksuchverkehr vermeiden!«) engagiert und möglicherweise auch kritisch begleiten. Die Mehrheit im Stadtrat will nämlich unseren Antrag, den Marienplatz künftig möglichst von parkenden Autos zu befreien, noch detaillierter – wie vom Bürgermeister gefordert – durch die Einrichtung einer »Ideenwerkstatt« prüfen lassen, bevor endgültig über Sinn bzw. Unsinn des »stehenden Verkehrs« im Zentrum entschieden wird.
    Sigi Müller

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    Blick zurück in die Vergangenheit – aber erst ab 2016!
    Wer auf dem Marienplatz zu Fuß unterwegs war, musste sich ständig mit Behinderungen und Gefahren durch den Autoverkehr herumschlagen. Von vielen Familien – vor allem mit Kindern – wussten wir, dass sie oft gar keine Lust mehr hatten, sich in der Altstadt länger aufzuhalten, weil dies inmitten von Lärm, Staub und Abgasen alles andere als angenehm war.
    Das ist jetzt endlich vorbei!

  • Umbau der Münz- und Weinstraße hat Vorrang: Fußgängerzone am Marienplatz kommt (noch) nicht

    Behandelt wird der Antrag von Stadträtin Ilona Böse auf Prüfung und Umsetzung von Konzept 5, das eine »kleine Fußgängerzone« am Marienplatz zur Belebung der Altstadt vorsieht. Aus Sicht der Antragstellerin sei es „dringend notwendig, dass dieses Thema angegangen wird“. Sie äußert ihre Sorge, dass die Fußgängerzone sonst auf lange Sicht aus dem Blickfeld gerät.
    Stadtbaumeister Ulrich Knecht erläutert dazu, dass sich die „Förderpriorität“ inzwischen geändert habe. Die 25-jährige Förderzeit für den Marienplatz gehe in diesem Jahr zu Ende. Wesentlich höher werde von der Regierung der Handlungsbedarf für die Münz- und Weinstraße gesehen. Sollte der Stadtrat beschließen, dass der Umbau des Marienplatzes zur Fußgängerzone vorrangig sei, gebe es dafür keine Fördergelder. Man müsste also auf 60 Prozent der Fördermittel verzichten. Der Stadtbaumeister stellt in Aussicht, dass man aus seiner Sicht das Projekt Marienplatz in 5 bis 8 Jahren wieder neu angehen könne. Stadtrat Schleich (SPD) outet sich als „großer Befürworter“ einer Fußgängerzone am Marienplatz. Er sei erfreut, dass sich auch die beiden Bürgermeisterkandidaten der CSU und SPD für eine Fußgängerzone einsetzen. Sein Appell an die Geschäftsleute: „Sie müssen mitmachen. Vergleichbare Städte haben auch eine Fußgängerzone. Da gab es vorher auch Widerstände, und heute sind die Leute froh, dass es eine Fußgängerzone gibt. Stadträtin Böse schlägt vor, eine große Planung zu machen und eine Einteilung in Bauabschnitte vorzunehmen. Bürgermeister Gerbl betont allerdings, dass die Münz- undWeinstraße „absolute Priorität“ habe. Aber der Marienplatz sei nicht vergessen. Stadtrat Eberle (CSU) spricht sich „nicht grundsätzlich“ gegen eine Fußgängerzone aus, will aber, dass dabei der City-Manager eingebunden wird. Er sieht keine Gefahr, „dass der Marienplatz hinten runterfällt“. Dazu müsse aber dieser Antrag von Frau Böse nicht immer weiter mitgeschleppt werden. Sein Appell: „Gehen wir mit der Münz- und Weinstraße voran!“ Stadtrat Hild (UWV) sieht das so wie Herr Eberle. Er meint: „Wir sollten dem City-Manager nicht vorgreifen, aber erst einmal die Münz- und Weinstraße vorrangig durchziehen.“ Er stellt den Antrag, die Abstimmung über den Antrag von Stadträtin Böse zu verschieben und dem City-Manager, der am 1. Oktober seinen Dienst antritt, die Angelegenheit „zur Bearbeitung“ vorzulegen. Stadträtin Konstantin (ALS) meldet sich zu Wort und schlägt vor, dass der Antrag dem City-Manager vorgelegt werden soll, damit er nicht „in der Versenkung verschwindet“. Bürgermeister Gerbl will nun abstimmen lassen und bezieht sich dabei auf den Vorschlag von Stadträtin Konstantin: „Der City-Manager soll den Antrag prüfen unter der Prämisse, dass die Münz- und Weinstraße vorrangig zu behandeln ist.“ Stadtrat Eberle (CSU) will dies aber so nicht akzeptieren und stellt fest: „Wir brauchen solche Klimmzüge nicht machen. Wir sollten den Antrag nicht weiter vor uns herschieben und ihn einfach ablehnen.“ Nach dieser Forderung will Stadtrat Hild (UWV) wissen, warum eigentlich nicht über seinen Antrag abgestimmt werde, der da lautet: „Wir lehnen einfach ab, ohne eine Zeitschiene festzusetzen.“ Stadträtin Konstantin stellt klar, dass dieses Konzept 5 nur eine Notlösung sei und alle zur Fußgängerzone vorhandenen Pläne in die Prüfung einbezogen werden sollten. Worauf Bürgermeister Gerbl auf die technische Sanierung des Marienplatzes hinweist, die er auf alle Fälle für nötig halte. Weitere Wortmeldungen verzögern die Abstimmung. Stadtrat Forster (SPD): „Ich bin kein Befürworter der Fußgängerzone.“ Stadtrat Huber (SPD): „Ich will mehr als das Konzept 5.“ Stadtrat Hunger (CSU): „Der City-Manager soll keine speziellen Vorgaben bekommen.“ Stadträtin Funke (CSU): „Ich bin für die technische Sanierung des Marienplatzes.“ Nun spitzt sich die Situation zu, als Stadtrat Eberle plötzlich das Heft des Handelns in die Hand nimmt: „Jetzt stimmen wir einfach ab. Wir sollten mit dem Rumgeeiere aufhören. Der City-Manager soll frei rangehen.“ Worauf ihn Bürgermeister Gerbl in die Schranken weist: „Die Sitzung führe ich, nicht Sie!“ Letztlich kommt es dann doch einfach zur Abstimmung über den unveränderten Antrag von Stadträtin Böse, der mit großer Mehrheit abgelehnt wird. Nur die Antragstellerin und Stadtrat Schleich (SPD) stimmen dafür.
    Sigi Müller

  • Für mehr Aufenthaltsqualität am Marienplatz: Konzept 5 mit Fußgängeroase

    Damit endlich etwas passiert am Marienplatz, hat Ilona Böse beantragt, dem demnächst einzustellenden Citymanager das geplante Konzept 5 (Autos vom Rathaus bis zum Brunnen, der Rest ist Fußgängerzone) zur Prüfung vorzulegen und, falls bis Mitte Juli kein Citymanager gefunden ist, dieses Konzept noch mal im Stadtrat zu behandeln.
    Heftiger Widerstand dagegen kam von den Stadträten Eberle und Blüml, die zwar nicht mehr generell gegen eine Fußgängerzone waren, dies jedoch erst nach ausführlicher Planung den Bürgern in einem Ratsbegehren zur Abstimmung vorlegen wollten. Stadtrat Eberle formulierte einen entsprechenden Gegenantrag. Aber bei einer Mehrheit des Stadtrats reift wohl langsam die Einsicht, dass endlich etwas vorwärts gehen muss am Marienplatz, und so wurde der Antrag von Ilona Böse angenommen (11 dafür / 7 dagegen). Michael Eberle scheiterte mit seinem (eigentlich schon hinfälligen) Antrag (8 dafür / 11 dagegen).
    Markus Keller