Umwelt/Natur & Nachhaltigkeit

Die ALS ergreift Partei für Natur und Umwelt. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind der Kompass unseres Handelns. Wir möchten ein lebenswertes Umfeld heute für uns und für die Generationen nach uns erhalten. Echte Natur bewahren und sie für Kinder in und um Schongau erlebbar machen, ist uns ein Anliegen.

Die frische Luft vom Lech und sein Grün müssen in die Stadt! Besonders in die dicht bebaute Altstadt, aber ebenso an die hohen Wände der Industriehallen. Fassadenbegrünung heißt das Zauberwort dafür.

Wir sind stolz auf unsere großartige Stadtmauer. Ihr Umfeld ist ein artenreicher, natürlicher Grünbereich. Die alten Bäume und die Waldstücke verdienen unsere Wertschätzung. Sie verbessern das Stadtklima und sind kostbar für Bewohner und Gäste. Sie sind Lebensraum für Vögel, Insekten und Pflanzen. Auch seltene Arten kann man dort kennen lernen und beobachten. Zum Flanieren wünschen wir uns dort Bäume, Wiesen und Bänke, aber keinen Möbel-Schnick-Schnack. Beleuchtung nur, wo sie wirklich nötig ist und stets so dezent wie möglich. Unser aller knappes Geld möchten wir für Wichtigeres verwenden.

Die Altstadt muss hochwertiger Wohn- und Geschäftsbereich bleiben. Sie ist ein Musterbeispiel für Qualität trotz Dichte. Der Autoverkehr in der Altstadt lässt sich nicht vermeiden.  Aber attraktivere Parkmöglichkeiten außerhalb der Stadtmauer könnten den Parkdruck in der Altstadt mindern. Freiwerdende Plätze können belebt werden: zusätzliche Bäume, weitere Radlständer, eine neue Bank oder neue kleine grüne Inseln. Sie sind in der Altstadt dringend nötig. Nicht nur dort verlangen wir besseren Hitzeschutz.

Kluge Städte sind vorbereitet auf Starkregen. Sie entfernen unnötigen Asphalt, sie begrünen und sie schaffen natürliche Sickermulden – zugleich Lebensräume für neue, spannende Arten. Bürger erfahren, wie sie Dachwasser im Garten versickern können. Auch Zisternen helfen, Starkregen und Wassermangel auszugleichen.

Unsere Gärten verstecken sich nicht hinter Kunststoffzäunen und Hecken. Sie zeigen ihre Pracht, laden ein zum Verweilen und fördern Begegnung. Nachbarschaft und Gemeinsinn blühen auf. Unsere ökologische, politische und finanzielle Lage gebietet es:  Mehr Miteinander und mehr Füreinander sind unumgänglich. Das kann eine sehr schöne Erfahrung sein. Bauherren und Gartenbesitzer sollten Beratung zur naturnahen Gartengestaltung bekommen und stärker für Umweltbelange sensibilisiert werden. Gemeinschaftliches Gärtnern auf öffentlichen Flächen oder Hochbeete im öffentlichen Raum unterstützen wir. Der Artenreichtum auf städtischen Flächen sollte mindestens erhalten werden. Bisherige und künftige ökologische Verbesserungen „brauchen mehr Rampenlicht“. Bürger sollten informiert werden, was in Schongau neu gedeiht.

Große Bäume sind zu pflegen und zu schützen. Müssen einzelne dennoch fallen, fordern wir „in jedem Fall“ angemessene Ersatzpflanzungen ganz in der Nähe, nicht irgendwo.

Das alte Lechbett soll als solches erkennbar bleiben. Es bietet sich an als Grüngürtel zur Erholung und darf nicht vollständig zugebaut werden. Mehr Fuß- und Radwege sollen in jeder Planung bedacht werden. Für neue Baugebiete braucht es überzeugende Konzepte und kein gedankenloses „weiter wie bisher“. Wo noch gebaut wird, muss Fläche gespart werden, auch durch Bauen in die Höhe.

Vorhandene Bausubstanz nicht leichtfertig abreißen, sondern sie ertüchtigen und erhalten, das spart Energie und Rohstoffe. Unsere Neubauten sollten wieder so geplant werden, dass sie Generationen überdauern – mindestens 200 Jahre. Um unsere Zivilisation zu erhalten, müssen wir das „Zwei-Grad-Ziel“ einhalten. Das schaffen wir nur, wenn wir 200 Jahre lang CO2-neutral leben und unsere Wälder gleichzeitig CO2 aus der Luft in Holz binden.

Neue Gebäude müssen bevorzugt aus Holz gebaut werden. Holz wächst im Stadtwald vor unserer Haustüre. Wir setzen darauf, dass der klimagerechte Waldumbau im Stadtwald konsequent voranschreitet. Die wirtschaftliche Nutzung soll nicht in Konkurrenz oder zu Lasten von Ökologie und Erholungsfunktion geschehen. Die Waldpflege dient nicht nur der Holzproduktion. Artenvielfalt und Schutz der Lebensräume in Vorbereitung auf den Klimawandel sind genauso wichtig. Von den Stadtförster*innen wünschen wir uns öfter als bisher geführte Besuche und eine aktive Vermittlung der Schongauer Waldkostbarkeiten.

Alle Energieeinsparmaßnahmen müssen genutzt werden. Den Ausbau der Fernwärme und ihre zügige Umstellung auf nichtfossile Wärmeträger unterstützen wir. Mehr Strom aus PV-Anlagen begrüßen wir – insbesondere auf Dachflächen. Wir freuen uns auf die Beteiligung der Bürger an der Energieversorgung und unterstützen dezentrale Strukturen. Das ist sicherer.

Wir unterstützen die Arbeit der Klimamanagerin.