Kategorie: Allgemein

  • Stadtgespräch – Reden wir über Schongau

    Am 20. November 2024 fand das erste Stadtgespräch der ALS statt. Mit Bürgern aus Schongau-West trafen wir uns im Restaurant „Hatay“ (gegenüber vom OBI). Neben positiven Berichten, wie z.B. die Erfahrungen am Brahms-Garten und das gute Nebeneinander der vielen Kulturen, erfuhren wir aber auch über Wünsche und Verbesserungsvorschläge. Dazu gehören neben einem Trinkbrunnen am Brahms-Garten, auch bessere Informationen über die Schneeräum-Einsätze oder auch der Wunsch nach einem Begegnungsort, der auch bei schlechtem Wetter genutzt werden kann.

    Wir werden hier auf der Webseite berichten, was wir dazu erreichen konnten.

    Dies hier waren die Fragen, die wir diskutierten:

    Wo ist Ihr absolutes Lieblingsfleckerl in SOG-West?
    Wie lebt es sich in diesem Schongauer Stadtteil aus den 60er Jahren?
    Was fehlt Ihnen in SOG-West?
    Sind Sie mit der gesundheitlichen Versorgung in Ihrem Stadtteil (Ärzte, Apotheke) zufrieden?
    Wie beurteilen Sie den Straßenzustand?

    Gibt es Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen?
    Sind Sie mit Radwegen und dem Stadtbus zufrieden?

    Wo fühlen Sie sich unsicher in SOG-West?
    Gibt es im Stadtteil Schmuddelecken?
    Was ist los für Kinder und Jugendliche?
    Was muss in SOG-West besser werden?

  • Energiewende in SOG – Das Kommunalunternehmen „Stadtwerke“

    Mit der Gründung des KU „Stadtwerke Schongau“ geht Schongau mit höherem Tempo in Richtung CO2-Einsparung und Energiewende. Es ist ein Meilenstein in der jüngeren Stadtgeschichte!

    Die Form des KU ermöglicht schnelleres und flexibleres Vorgehen bei der Planung und Umsetzung der Energiewende in SOG.

    Ein erster und entscheidender Schritt soll der Ausbau der bestehenden und Aufbau eines neuen integrierten Fernwärmenetzes in den bisher nicht erschlossenen Stadtgebieten sein.

    Allen Hausbesitzern wird eine günstige, emmisionsarme und sichere Alternative zu Öl, Gas, Wärmepumpe, Hackschnitzeln und Co geboten. Ein erster großer Schritt, dem weitere folgen werden.

  • Offener Brief an die Kreisräte

    Schongau, 16.4.2023

    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Die Diskussion über die Zukunft der Krankenhaus GmbH bewegt die Menschen in unserem Landkreis und somit auch mich. Ich engagiere mich im Aktionsbündnis Pro Krankenhaus Schongau, weil mir die Gesundheitsversorgung im Landkreis am Herzen liegt. Die große Resonanz in den Medien und die überwältigende und steigende Zahl an Teilnehmern bei den öffentlichen Veranstaltungen bestärkt mich, dass unsere Argumente von vielen Menschen geteilt werden. Vor der Sitzung des Kreistages möchte ich Sie bitten, folgende Punkte zur Kenntnis zu nehmen und in Ihre Entscheidungsfindung miteinzubeziehen.
    1. Die wirtschaftlich desolate Lage der Krankenhaus GmbH ist nur zum Teil den schwierigen Umständen (Fachkräftemangel, Corona-Pandemie) anzulasten, sondern basiert maßgeblich auf Fehlentscheidungen der Führung der GmbH. Über fast 10 Jahre wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, die zum größten Teil nicht die gewünschten Ergebnisse brachten und die jetzige Situation mitverursachten. Der persönliche Umgang des Spitzenpersonals mit dem Personal der Krankenhäuser Weilheim und Schongau führte zu einem Klima der Unzufriedenheit und der Angst und sorgte für das Ausscheiden wichtiger MitarbeiterInnen. Der Aufsichtsrat hat dieser Entwicklung viel zu lange zugesehen ohne einzugreifen. Die jetzige Führung muss nun ausgetauscht werden, um einen weiteren Niedergang unserer Gesundheitsversorgung zu verhindern. Ich halte überdies es für zwingend notwendig, die genauen Umstände der Fehlentwicklungen aufzuklären, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Was lief eigentlich alles falsch und warum hat der Aufsichtsrat nie eingegriffen?
    2. Das übergeordnete Ziel muss der Erhalt beider Krankenhäuser sein, um eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Landkreis sicherzustellen.
    3. Sollte das Fortbestehen beider Häuser nicht zu finanzieren sein, ist der Standort Schongau zu bevorzugen. Beim Fortbestehen nur des Weilheimer Krankenhauses brauchen knapp 30.000 Menschen mehr als 30 Minuten in ein Krankenhaus. Beim Fortbestehen nur des Schongauer Hauses sinkt diese Zahl auf 8.000 Menschen. Beziehen Sie bitte die Krankenhäuser in den Nachbarlandkreisen in Ihre Überlegungen mit ein. Es gibt keine Mauer um unseren Landkreis, die die Menschen daran hindert, auch diese Krankenhäuser zu nutzen. Das Ignorieren dieser Häuser ist eine der entscheidenden Schwächen des Gutachtens von Professor Roeder, das die Basis für viele Ihrer Entscheidungen war.
    Die bauliche Situation des Krankenhausareals ist in Schongau viel besser geeignet, da hier Erweiterungsmöglichkeiten bestehen, ein Hubschrauberlandeplatz vorhanden ist, die Grundstückspreise deutlich niedriger sind. Die Lage am Rand unseres Landkreises trifft für Weilheim genauso zu. Die Mär, dass für Schongau kein geeignetes Personal zu finden ist, wurde spätestens durch die Offenlegung des skandalösen Verhaltens der Führung der GmbH im Umgang mit Personalvorschlägen für Ärzte der Geburtsstation widerlegt. Geeignete Ärzte wurden durch verschiedenste Maßnahmen der Führung vergrault.
    Eine Schließung des Schongauer Hauses beim gleichzeitigen Weiterbestehen des KH Weilheim ist rational nicht zu begründen.
    4. Sie haben die Aufgabe, gute Entscheidungen für die Bevölkerung des gesamten Landkreises zu treffen. Der westliche Landkreis mag sozial schwächer sein, er hat aber den gleichen Anspruch auf eine adäquate Gesundheitsversorgung wie der wirtschaftlich oft besser gestellte Teil im Osten. Nur weil am Ammersee, an den Osterseen, in Penzberg und rund um Weilheim die „geldigeren“ Leute wohnen, dürfen die Bewohner des Altlandkreises nicht zu Bürgern zweiter Klasse degradiert werden!
    6. Das Gefühl der Benachteiligung des westlichen Landkreises ist spätestens seit der Flüchtlingskrise 2015 vorhanden. Jahrelang wurde der Altlandkreis Schongau als eine Art Abstellplatz für die Probleme des Landkreises genutzt. Eine mögliche Schließung des Schongauer Krankenhauses würde diese Abneigung gegen alles, was aus Weilheim kommt, massiv verstärken und die Einheit unseres Landkreises ernsthaft gefährden!
    Sehr geehrte KreisrätInnen, es darf doch einfach nicht sein, dass Bürger im Altlandkreis ein höheres Risiko haben einen Herzinfarkt nicht zu überleben, nach einem Schlaganfall irreparable Schäden davonzutragen oder ein Kind im Auto gebären zu müssen!
    Mir ist bewusst, dass die finanzielle Lage unseres Landkreises katastrophal ist. Von allen Pflichtaufgaben ist die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung jedoch zweifellos bei Weitem die Wichtigste und darf daher bei Überlegungen zu möglichem Einsparpotential erst zuallerletzt miteinbezogen werden! Hier geht es um Leben und Tod!
    Bitte erneuern Sie endlich die Führung der Krankenhaus GmbH, tun Sie alles für das Fortbestehen beider Krankenhäuser und schwächen sie den westlichen Landkreis nicht weiter. Vertrauen Sie doch bitte auch Ihrem Gefühl und Ihrem gesunden Menschenverstand, statt nur vermeintlichen ExpertInnen, die Ihnen nur Teilaspekte von Problemen darlegen.
    Vielen Dank, dass Sie diesen Brief gelesen haben! Ich wünsche Ihnen eine gute Entscheidung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Gregor Schuppe
    Stadtrat, Bürger, Familienvater

  • Die ALS, die Impfdebatte und „Montagsspaziergänge“

    In einer basisdemokratischen und daher nicht homogenen Wählervereinigung, wird z.T. kontrovers diskutiert, um Positionen zu finden. Ein Konsens war bei der Impfpflicht mit Corona-Sera in der ALS nicht zu finden. Die ALS hat das Ziel zukunftsfähige Stadtpolitik zu machen und sie hält unterschiedliche Meinungen aus.

    ALSlerInnen sind auch Privatpersonen, die sich öffentlich einbringen. Vorausgesetzt die Orte des Engagements sind gemäß unserer Verfassung und dienen der Förderung unseres demokratischen Systems.

    Die Veränderung bei den Themen der sogenannten Montagsspaziergänge fordern eine klare Distanzierung unsererseits von Äußerungen, die dort verbreitet wurden. Deshalb: Der Krieg in der Ukraine ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg durch Russland und durch nichts zu rechtfertigen. Andere Sichtweisen widerstreben unseren Grundsätzen.

    Ziel der ALS ist weit denkende und realistische Stadtpolitik durch das Sammeln und Auswerten verschiedener Denkansätze zu gestalten. Eine klare Abgrenzung zu vereinfachenden, fakten- und rechtmissachtenden Sichtweisen ist unerlässlich, um einen gesunden Rahmen für unser politisches Engagement zu haben.

  • Schongau und die Fernwärme

    Neuerungen

    Aufgrund verschiedener Ursachen (gesetzliche Änderungen, geänderte Erzeugung der Fernwärme) muss die Kostenberechnung des Fernwärmepreises reformiert werden. Die Stadtwerke führen eine Preisgleitklausel ein. Diese setzt sich aus dem Grundpreis (Kosten der Stadt für Personal, Netzunterhalt, …) und dem Arbeitspreis (Kosten für den Wärmebezug) zusammen und bildet eine Preisobergrenze. Diese liegt bei 133,64€/MWh. Die Stadt Schongau darf KEINEN GEWINN mit der Fernwärme machen. Es werden nur die realen Kosten weitergegeben.

    Preisentwicklung
    Es stimmt natürlich, dass der Fernwärmepreis in den letzten 12 Monaten enorm gestiegen ist. Grob
    gesagt, kann fast von einer Vervierfachung des Preises ausgegangen werden. Allerdings ist der Preis
    für die Fernwärme im Vergleich zur Energiequelle Gas noch immer VIEL günstiger. Wir haben in
    Schongau das große Glück, einen Erzeuger haben, der die Fernwärme zu fairen Preisen abgibt. Mit
    der Aufhebung der Mindestabnahmemenge für Fernwärme können alle Energiesparfüchse ihren
    Fernwärmeverbrauch nun soweit senken, wie sie es möchten oder können.
    Versorgungssicherheit
    In Zeiten wie diesen ist die Versorgungssicherheit neben dem Preis der große Pluspunkt der
    Fernwärme. Da die Wärme neben Gas mit Holzresten und Abwärme aus der Papierproduktion
    erzeugt wird, ist die Erzeugung unabhängig von politischen Faktoren. Sollte Deutschland wirklich in
    eine extreme Gasmangellage kommen, kann der Holzanteil erhöht werden und die Fernwärme
    somit weiterhin dauerhaft garantiert werden.
    Umweltfreundlichkeit
    Die Erzeugung der Fernwärme in der Papierfabrik ist äußerst effektiv. Da nur an einer Stelle sehr
    viel Wärme erzeugt wird, fallen Verluste durch die weit weniger effektive Erzeugung in hunderten
    einzelnen Haushalten weg. Die Verwendung von Holzabfällen und natürlich der Abwärme aus der
    Papiererzeugung ist äußerst nachhaltig.
    Fazit
    Wir haben in Schongau mit dem Fernwärmesystem wirklich großes Glück. Es ist ein echter
    Standortvorteil, der in energiepolitischen Krisenzeiten wie diesen immer noch mehr an Bedeutung
    gewinnt.
    Aus der Sicht der ALS sollte alles versucht werden, die Fernwärme
    zukünftig in allen Stadtteilen Schongaus anzubieten.
    Foto: Stadt Schongau

  • Abschied von Hans Schütz

    Über Jahrzehnte trafen sich unsere politischen Wege, Hans Schütz war uns ein unersetzbarer Wegbegleiter, Vorkämpfer und Mitstreiter.
    Hans Schütz fehlt uns.
    Er fehlt als beständiger Kämpfer ohne den Konsens und die Menschen aus den Augen zu verlieren.
    Er fehlt als kreativer und humorvoller Geist, der seine Liebe zur heimatlichen Natur in Gedichten, Vorträgen und Aktionen erlebbar machte und dadurch motivierte am Erhalt mitzuwirken.
    Er fehlt als Vorbild für jahrzehntelanges Festhalten an Idealen mit dem Aufzeigen von guten Wegen.
    Er fehlt uns als einer der klaren Worte und sichtbaren Zeichen.
    Wir beugen uns vor seiner Durchhaltekraft, auch getragen von seiner Familie.
    Ein Herz, das für uns zu früh aufhörte zu schlagen.
    Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.