Die Reaktivierung der Fuchstalbahn stellt einen bedeutenden Beitrag zu einer klimaschonenden Mobilität dar und ist uns deshalb sehr wichtig.
Insgesamt
würde sie eine bessere Anbindung unserer Region (Mittelzentrum
Peiting-Schongau-Altenstadt) an die bayerischen Ballungszentren
Augsburg und München bringen.
Nicht
nur Schüler und Studenten aus Schongau könnten mit der Fuchstalbahn
zur Schule/Uni nach Landsberg/Augsburg kommen, auch Arbeitnehmer
kämen auf der Schiene schneller zu ihren Firmen und könnten so auf
ein (zweites) Auto verzichten.
Auch
Fernziele wie Berlin oder Hamburg wären mit nur einem Umstieg in
Augsburg bequem erreichbar.
Aufgabe
der Landkreise ist es, attraktive Zubringer-Dienste (Busse,
Ruf-Taxis) anzubieten, damit auch der Weg zum Zug mit öffentlichen
Verkehrsmitteln zurückgelegt werden kann.
Für
Schongau und den gesamten Pfaffenwinkel würden sich durch die
Schienen-Anbindung vom Norden her auch neue Chancen für den
Tourismus ergeben.
Mitglieder der ALS – Bunte Liste für
Schongau sind aktiv im „Arbeitskreis Fuchstalbahn in der
Umweltinitiative Pfaffenwinkel“, der das Thema durch unzählige
Aktionen in den Fokus der Bevölkerung und der Kommunal-, Landes- und
Bundespolitiker gebracht hat. Sie werden auch in Zukunft kreativ und
konsequent weiter daran arbeiten, damit die Personenzüge auf der
Fuchstalbahn-Strecke – zukunftsweisend mit innovativen und
klimafreundlichen Hybridfahrzeugen – bald Wirklichkeit werden und
es dann tatsächlich heißt: „Grünes Licht für die Fuchstalbahn!“
Eine Partei, die sich erfreulicherweise bisher nicht in Schongau etabliert hat, führt ebenfalls den Begriff „Alternative“ im Namen.
Da unseres Erachtens diese Gruppierung inzwischen außerhalb des demokratischen Spektrums agiert, besteht seitens der Alternativen Liste Schongau keinerlei Grundlage für eine Tolerierung oder gar Zusammenarbeit.
Wir wenden uns gegen Nationalismus in allen Ausprägungen und wollen auf kommunaler Ebene zu einer Kultur der Offenheit und Toleranz beitragen.
Wir akzeptieren keine nationalistischen, rassistischen, religiös-fundamentalistischen, homophoben und sexistischen Haltungen oder derartige Aktivitäten.
Für alle in Schongau lebenden Menschen streben wir nach einem Zusammenleben mit Interesse und Respekt füreinander.
Daher unterstützen wir alle, die nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame innerhalb unserer Stadt und darüber hinaus stärken wollen.
Hochkarätig besetzter Abend zur Zukunft des Wohnens findet große Resonanz
Mehr als 120 Interessierte kamen ins Ballenhaus, um sich über Aspekte der Zukunft des Wohnens zu informieren. Unsere Bürgermeisterkandidatin Daniela Puzzovio moderierte den Abend souverän. Als Hauptrednerin konnten wir Christine Degenhart, die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer begrüßen. In ihrem kurzweiligen Vortrag beleuchtete sie, welchen Beitrag die Architektur zur weiteren Entwicklung ländlicher Kommunen wie Schongau leisten kann.
„Entwickeln Sie zuerst innerhalb der bestehenden Bebauung, bevor Sie neue Wohngebiete erschließen“, riet Degenhart. Dies könne durch behutsame Modernisierungen im Bestand, durch Aktivierung von Leerstand oder nachverdichtendes Bauen in bestehenden Siedlungen geschehen. Die Stadt solle aktiv eingreifen, etwa indem sie leerstehende Gebäude ankaufe oder Besitzer von größeren Grundstücken direkt anspreche. Barrierefreies Bauen werde zukünftig noch wichtiger und sei auch in denkmalgeschützten Ensembles möglich, so Degenhart. Fotos zahlreicher gelungener Planungen veranschaulichten ihre Worte.
Der Schongauer Architekt Konrad Knoll betonte in seinem Vortrag, dass sich die Qualität der öffentlichen Plätze und Anlagen verbessern muss, wenn man innerhalb der Wohnbebauung Fläche einsparen wolle. Wie Degenhart monierte auch Knoll den Flächenfraß der Gewerbegebiete an den Rändern Schongaus. Seine Idee: Warum nicht die Supermärkte stapeln? Versehen mit dem passenden Parkhaus und Aufzuganlagen könnte so massiv wertvoller Boden eingespart werden. Sein Plädoyer für den Erhalt der Bäume im Schongauer Stadtpark – so nannte er die Grünanlagen rund um die Stadtmauer – erhielt viel Beifall.
Der Gemeinwohl-Experte Jörn Wiedemann stellte sich anschließend der Frage, wie der Traum vom Traumhaus künftig aussehen kann. „Das Einfamilienhaus mit großem Garten wird es eher nicht mehr sein“, meinte er. Er wünschte sich Offenheit für Tiny Häuser, genossenschaftliches Wohnen, Mehrgenerationenhäuser oder die Kombination von Wohnen und Gewerbe. Mit einer schlüssigen Matrix und frappierenden „So-Nicht-Bildern“ entwickelte er sein Schlusscredo: „Mit den Ideen von Gestern werden wir die Herausforderungen von Morgen nicht lösen“.
Speziell zu den Tiny-Häusern informierte dann der Architekt Sebastian Böse. Unlängst war ein von ihm geplantes Tiny-Haus im Bauausschuss der Stadt auf große Zustimmung gestoßen. Bei der Ausarbeitung oder der Überarbeitung von Bebauungsplänen müsse diese Wohnform künftig berücksichtigt werden. Sie findet immer mehr Anhänger und könne zum Flächensparen beitragen.
Der Schongauer Passivhaus-Planer Florian Lang stellte abschließend die energetischen Aspekte des Bauens vor. Er zeigte, dass Passivhäuser nur beim Bau höhere Kosten verursachen, aber über den Lebenszyklus des Hauses hinweg viel billiger sind als bisherige Energieeinspar-Modelle. Passivhäuser brauchen so gut wie keine externe Energie mehr. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Bei der Energieeinsparung liege das größte Potenzial in der Altbausanierung, erklärte er im Gespräch.
Nach den Vorträgen trafen die angebotenen persönlichen Diskussionen mit den Referenten ebenfalls auf reges Interesse der Teilnehmer. Noch lange blieben die Zuhörer im Gespräch mit den Experten. „Es wird sich vieles ändern müssen“, resümierte eine Besucherin die Stimmung.
Nach den Impulsvorträgen der Experten, nutzten viele Besucher noch die Gelegenheit, in Kleingruppen mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Die folgenden Inhalte wurden dabei stichpunktartig festgehalten:
Florian Lang: Muss Schongau den Klimanotstand ausrufen?
Fragen an Florian Lang:
Brauche ich für die Renovierung eines 2-Familien Wohnhauses zum Passivstandard unbedingt eine Steuerung ähnlich Smart-Home Elektronik? Nein, nicht zwingend, aber eine steuerbare Lüftung wäre das Mindeste für das Gelingen. Mit einer zusätzlichen PV Anlage wäre die Energieeinsparung deutlich besser. Wer diese in Zukunft optimal ausnützen will und damit z.B. auch ein Elektroauto laden will, sollte für das Laden der verschiedenen Verbraucher eine Programmierung nach Smarthome Technik einbauen, das ist die Zukunft.
Darf ich in mein Haus mit automatischer Lüftung noch ein Fenster öffnen? Ja, das ist eine Anforderung aus Komfortgründen. Seine eigene Erfahrung ist, dass es in der Küche notwendig und sinnvoll ist, im Bad dagegen kaum mehr nötig ist, Fenster zu öffnen.
Gibt es, wenn Miteigentümer einer WEG sich weigern ein Gebäude außen zu dämmen auch Konzepte, bei denen man mit Innendämmung eine energetische Sanierung schafft? Ja, die gibt es! 70% des Energieeinsparpotentials liegt in der Sanierung von Altbauten
Kann man an ältere PV anlagen Speicher dazu bauen, wenn man nicht mehr einspeisen will? Ja, aber es braucht zwischengeschaltet einen Wechselrichter.
Christine Degenhart: Brauchen wir in SOG Hochhäuser?
Diskussionsergebnisse:
Potentiale erkennen (Wo kann ich nachverdichten? Analysieren!)
Beratungen von Städteplanern – Versierte Stadtplaner suchen (z. B. Liste auf der Homepage der Bayerischen Architektenkammer, Homepages der Stadtplaner anschauen)
Gute Regisseure finden! (Tiny houses, Geschosswohnungsbau – verschiedene Haustypen)
Flächenfraß: Stadtentwicklung mehr Verkehr – mehr Autos, weil mehr Häuser
Flächen entsiegeln! Gewerbebauten mit zusätzlichen Stockwerken, Kommune baut Wohnungen darauf? Anreize schaffen! Gewerbegebiete: urbanes Wohnen-Sozialer Wohnungsbau, für alle: vom Single bis zum Senioren, barrierefrei!
Graue Energie bedenken/berücksichtigen, Statik der Häuser ertüchtigen!
Alte Bauten/Gewerbebauten: Stockwerke mit Holz-Leichtbau draufsetzen! Wg. Statik!
Dächer „beleben“, städt. Initiative-Mehr „Grün“ für die Häuser, z.B. Dach mit Hochbeeten
Städt. Wohnungsbaugesellschaft gründen „Quartiersfahrzeuge“ für bestimmte Wohngebiete (Car sharing)
guter Stadtbus ist wichtig, erspart u.a. Stellplätze für Mieter!
Projektgruppe „Pro Senioren“ (vgl. in Rosenheim, AK neue Wohnformen),
Vernetzung!
Altersvorsorge durch flexible Häuser (Bauweise für alle Lebenslagen, Abtrennung von Einliegerwohnungen etc.)
Modulbauweise vgl. Projekt Blumenschule Schongau
Barrierefreier Bahnhof in SOG?, Ansprechpartner: Hr. Josel (DB Bayern), Behindertenbeauftragter der Bundesregierung
Anbindung der neuen Wohngebiete durch unterschiedliche Maßnahmen (Radwege, Buslinien, Bahn)
Wovon sind Bauzeiten abhängig?(Zusammenspiel Bauherr/Architekt, komm. Vorgaben, Bebauungsplanänderungen, LRA: Personalmangel)
Konrad Knoll: Ich sehe was, was du nicht siehst
Diskussionsergebnisse:
Bürger beteiligen!
Bäume spenden Schatten
Baumverordnung zu streng
Unvorstellbar: Wenn die Bäume am Sonnengraben weiterhin gefällt werden
Bäume erhalten: Demonstration?
Sebastian Böse: Warum Tiny Houses zur Zeit „in“ sind?
Diskussionsergebnisse auch mit Frau Degenhart:
Wären Tiny Häuser auf Campingplätzen möglich?
Wer braucht so etwas?
Ist für Schongau-Nord etwas bzgl. Tiny-Häusern geplant?
Aussagen von Frau Degenhart dazu:
Tiny Houses: Experimentieren auf Problemflächen (z. B. Bahnlinie in der Nähe)
Tiny Houses: als Lückenfüller, Sonderformen mehr Raum geben!
Am Mittwoch, 29. Januar 2020, lädt die ALS – Bunte Liste für Schongau zu einer Informationsveranstaltung über zeitgemäßes und innovatives Bauen und Wohnen ein.
„Zukunft
des Wohnens in Schongau“ ist der Titel der Veranstaltung, die um
19 Uhr im Ballenhaus Schongau beginnt.
Als
renommierte Expertin konnte die Präsidentin der Bayerischen
Architektenkammer, Christine Degenhart aus Rosenheim, gewonnen
werden. Weitere Referenten sind die Architekten Konrad Knoll und
Sebastian Böse aus Schongau, der Holzbauingenieur und
Passivhausplaner Florian Lang, ebenfalls aus Schongau und der
Unternehmer und Gemeinwohl-Experte Jörn Wiedemann aus Prem.
Der
Eintritt für diese Veranstaltung ist frei.
Impulse für künftiges Bauen und Wohnen in Schongau werden u. a. durch flächensparende Siedlungsentwicklung, innovative Wohnformen, ressourcenschonende Bauformen, ein attraktives Wohnumfeld, die Einbindung von Betroffenen und gute Beispiele aus anderen Städten gegeben.
Die ALS tritt bei der kommenden Wahl erstmals als eigenständige Liste an und braucht deshalb Unterstützerunterschriften.
Näheres hier auf dem Infoblatt.
Unsere ALS-Mitglieder Daniela Puzzovio und Irmgard Schreiber-Buhl kandidieren für den Kreistag auf der Liste der Unabhängigen. Die Unabhängigen brauchen auch Unterstützerunterschriften. Die Listen hierfür liegen ebenfalls im Rathaus Schongau aus.
Ergänzend hier noch die Öffnungszeiten des Schongauer Rathauses:
Seit Samstag, 16. November 2019 steht es fest: Es wird nicht bei zwei Bürgermeister-Kandidaten für Schongau bleiben.
Die ALS hat Daniela Puzzovio als Bürgermeister-Kandidatin nominiert.
Nach der Nominierung übergab Sigi Müller – symbolisch für 30 Jahre ALS im Stadtrat – ein Päckchen mit allen bisher erschienenen ALS-Flugblättern an Bürgermeister-Kandidatin Daniela Puzzovio.